Der Forexmarkt

Beim Devisenmarkt handelt es sich um den weltweit größten Finanzmarkt, wenn man diesen mit anderen Märkten wie dem Aktienmarkt hinsichtlich des gehandelten Geldvolumens vergleicht. Grundsätzlich funktioniert der Devisenmarkt so wie jeder andere Markt auch, nämlich zunächst einmal auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage. Bis vor einigen Jahren waren in erster Linie die Banken und auch größere Wirtschaftsunternehmen am Devisenmarkt tätig. Charakteristisch für den Devisenmarkt ist, dass dort immer so genannte Währungspaare gehandelt werden. Wenn man also eine spezielle Währung kaufen möchte, dann muss man im Gegenzug auch immer eine andere Währung verkaufen, weshalb oftmals auch vom Devisentausch besprochen wird. Im Gegensatz zum Aktienmarkt, der zumindest teilweise in Form der Präsenzbörsen in Frankfurt, Hamburg, Berlin oder Düsseldorf „körperlich“ vorhanden ist, werden die Devisen am Devisenmarkt nur noch über die Computersysteme gehandelt. Diese sind allerdings heutzutage weltweit vernetzt, sodass man als Anleger aufgrund der Zeitverschiebung jederzeit die Möglichkeit hat, mit den Devisen zu handeln. Allerdings ist es selbstverständlich wie auch beim Aktienmarkt so, dass man als Anleger nicht direkt selber am Devisenmarkt tätig werden kann, sondern dass nur bestimmte Devisenhändler die Berechtigung haben, am dortigen Markt zu handeln.

Insgesamt hat der Devisenmarkt zudem eine große wirtschaftliche Bedeutung, da durch das Verhältnis der Kurse zweier Währungspaare auch immer Rückschlüsse auf die jeweilige wirtschaftliche Situation des Landes gezogen werden können. Wenn zum Beispiel die Wirtschaft eines Landes relativ schwach ist, gilt im Allgemeinen auch die Währung als eher unattraktiv, sodass sich dieses auch am Devisenmarkt in der Form bemerkbar macht, dass die betreffende Währung in größerem Maße verkauft als gekauft wird. Aber auch ganz grundsätzlich nimmt der Devisenmarkt in der Weltwirtschaft eine immer bedeutendere Position ein, da die Volkswirtschaften der Länder weltweit inzwischen eng miteinander verbunden sind und demzufolge auch die verschiedenen Währungen stärker verflochten sind.